Die Realitäten des Reisens zum Triathlon

Date: October 29, 2019
Time: 2 min
Four travelers with backpacks stand at the waterline, backs to camera, looking out to the sea on a cloudy day.

Wenn du schon mal ins Ausland gereist bist, um an einem Triathlon teilzunehmen, wird dir das, was du gleich lesen wirst, sehr bekannt vorkommen. Aber warum redet eigentlich niemand darüber? Man sieht auf Instagram nur gestellte Beinbilder in der Sonne oder Bilder vom Typ „Fahrrad neben einer Palme“.

Was diese Leute dir nicht erzählen, ist der ganze Ärger, der damit verbunden ist. Na gut, hier kommt’s:

Das Schleppen des Fahrrads ist die vierte Disziplin

Hast du schon mal deine Fahrradtasche oder deinen Fahrradkarton durch einen Flughafen geschleppt, in Autos rein- und rausgetragen, Treppen hoch- und runtergeschleppt oder sie aufrecht in einen Aufzug gequetscht? Ja, das ist eine Fähigkeit, die dir gute Dienste leisten wird, wenn du vorhast, im Ausland an einem Rennen teilzunehmen. Und glaub mir, das macht nicht besonders viel Spaß, es sei denn, du hast einen Taschenträger zur Hand, der die schwere Arbeit für dich übernimmt.

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Wenn das Gewicht wirklich ein Problem ist

Die Fahrer der Tour de France reden davon, Gewicht für die Leistung zu reduzieren – im Vergleich zu uns haben sie es leicht. Der Versuch, bestimmte Gepäckgewichtsbeschränkungen von Fluggesellschaften einzuhalten, gleicht einer Mission Impossible. Was kannst du weglassen? Nichts! Denn beim Triathlon geht es um SO. VIEL. AUSRÜSTUNG.

Sprachbarrieren

„Kann ich bitte eine Schüssel einfachen Reis mit einer einfachen Ofenkartoffel als Beilage bestellen, ohne Salat, ohne Soße, ohne Gemüse?“ Ja. Versuch das mal auf Polnisch oder Indonesisch zu bestellen. Wenn es um das Carboloading vor dem Wettkampftag geht und du dich an einfache stärkehaltige Sachen halten willst, sind Sonderbestellungen eine viel größere Herausforderung, wenn es eine massive Sprach- (oder Kochkunst-)Barriere gibt.

Einpacken, auspacken, einpacken, auspacken

Das Auseinanderbauen, Zusammenbauen, Einpacken, Auspacken, Herumfummeln mit der Ausrüstung, noch mehr Herumfummeln – das nimmt den Reiz von Rennen im Ausland definitiv. Zugegeben, man wird schon ein ziemlicher Profi darin, das Fahrrad in Rekordzeit ein- und auszupacken, aber es macht keinen Spaß und wird es auch nie.

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Unmenschliche Flugzeiten

Das trifft besonders zu, wenn es um ein „schnelles Wochenendrennen irgendwo, wo es warm ist“ geht. Um 23 Uhr im jeweiligen Land anzukommen und sich dann noch herumschlagen zu müssen (siehe oben), ist gelinde gesagt unerwünscht. Den Flug um 6 Uhr morgens am Tag nach dem Rennen mit schmerzenden Beinen und noch schmerzhafterem Kopf zu erwischen, ist noch viel schlimmer. Vor allem, wenn man dabei auch noch die Punkte 1, 2, 3 und 4 berücksichtigen muss!

Eine Hypothek aufnehmen müssen

Das versteht sich wahrscheinlich von selbst, aber Rennen im Ausland sind teuer. Abgesehen vom Startgeld musst du an Flüge, Taxis/Mietwagen, Unterkunft, Essen und Trinken, Versicherungen, Bank-Roaming-Gebühren, Handy-Roaming-Gebühren und Fanartikel von der Expo denken (natürlich!). All das summiert sich. Nimmst du die Familie mit, unter dem Vorwand, dass sie „Urlaub“ machen, wirst du einen Antrag auf eine Umschuldung deines Hauses stellen müssen.

Wenn es regnet

Wenn du übermütig aufbrichst, um „in der Sonne zu laufen“, und auf Twitter damit prahlst, dass du das „miese britische Regenwetter hinter dir lässt“, erwartest du natürlich Sonnenliegen, Mojitos und knallige Bräunungsstreifen. Dann kommst du an, und es regnet. Das ist eine bittere Pille, und obendrein trübt es die Stimmung auf deiner Instagram-Seite.

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Also: Ein Rennen in der Sonne ist zwar toll, aber es ist nicht immer so, wie es angepriesen wird. Überlegt es euch gut, und für die Abenteuerlustigeren unter euch: Bon voyage!

Geschrieben von Amy Kilpin

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