Kit Bag Essentials
Sich daran zu erinnern, was man in die Sporttasche packen muss, ist oft stressiger als das Rennen selbst. Nicht gerade ideal am Abend vor einem Wettkampf, wenn man hofft, früh ins Bett zu kommen – bevor der unangenehm frühe Weckruf ertönt, den sich nur wir Triathleten am Wochenende freiwillig auferlegen. Es gibt viele offensichtliche Dinge, die selten vergessen werden, aber gerade die kleineren, zusätzlichen Gegenstände, an die du vielleicht vorher nicht gedacht hast, können den entscheidenden Unterschied ausmachen. So kannst du mit einer ruhigen und konzentrierten Einstellung an den Start gehen – und genau das ist oft der Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Rennen!
Wir konzentrieren uns auf das Wesentliche für die Tasche bei Sprint- und Olympischen Distanzen. Bei manchen Rennen gibt es getrennte Wechselzonen und Verpflegungstaschen, was vor allem bei Mittel- und Langstreckenrennen üblich ist.
Zunächst fangen wir mit dem Leckeren an – der Ernährung. Dann gehen wir auf die einzelnen Disziplinen des Triathlons ein, bevor wir zum Schluss die lange Liste der „Kleinigkeiten“ für die Wechselzone, die Technik und den Wechsel durchgehen, die sich oft als die bereits erwähnten kleinen Lebensretter erweisen.
Ernährung
- Gels
- Elektrolyt-Tabletten
- Wasser
- Isotonisches Getränk/Energy-Drink
- Müsliriegel
- Regenerationsshake
- Schokoriegel zum Feiern
- VERGISS DEINE FLASCHEN NICHT!
Die Ernährung ist eines der meistdiskutierten Themen, wenn es darum geht, am Renntag und im Training alles richtig zu machen. Verbringe nicht Stunden damit, alle möglichen Energiegels und Ernährungspläne auszuprobieren, nur um sie am Renntag dann doch zu vergessen.
Wichtig ist, dass Ernährung nicht nur für den Wettkampf selbst gilt – du musst auch die Zeit vor und nach dem Wettkampf berücksichtigen. Wenn du noch nicht an deinem ersten Wettkampf teilgenommen hast, wirst du bald merken, wie viel Zeit vergehen kann – von dem Moment, in dem du gemütlich zu Hause frühstückst (wahrscheinlich, während es draußen noch stockdunkel ist, weil der Check-in für den Wettkampf so früh am Morgen stattfindet), bis zu dem Moment, in dem du dich in das Getümmel stürzt, das wir Triathleten als Schwimmstart bezeichnen. Deshalb ist es wichtig, dass du ausreichend Flüssigkeit, Nahrung und eine Portion Koffein zu dir nimmst.
Außerdem hast du wahrscheinlich (oder vielleicht) in der Zeit vor dem Rennen auf zu viele Leckereien verzichtet. Warum also nicht heimlich eine Schokoladentafel zur Feier nach dem Rennen einpacken? Na los, du hast es dir verdient.

Schwimmen
- Schwimmbrille
- Badekappe
- Neoprenanzug
- Flip-Flops
Die Schwimmutensilien sind ziemlich leicht zu merken. Ein praktischer Tipp ist, daran zu denken, ein paar Flip-Flops mitzunehmen, die du tragen kannst, nachdem du deinen Wechselbereich eingerichtet hast, bis du für den Schwimmstart bereit bist. Oft gibt es eine lange Wartezeit und einen kleinen Fußweg – auf Kies oder glühend heißem Asphalt herumzuhüpfen ist keine beliebte Methode, um die Nerven vor dem Rennen zu beruhigen.

Rad
- Triathlon-/Radsportschuhe
- Helm
- Sonnenbrille
Vergiss deinen Helm nicht. Das ist ein weiterer Gegenstand, ohne den du einfach nicht an den Start gehen kannst. Trage ihn am Abend vor dem Rennen im Bett. Trage ihn morgens zu Hause. Trage ihn auf der Fahrt zum Wettkampf. Vergiss deinen Helm nicht.

Laufen
- Laufschuhe
- Kappe/Schirmmütze

Sonstiges
Jetzt kommt der wichtige Teil. Bisher waren die Dinge alle offensichtlich und kaum zu vergessen. Der Schlüssel liegt hier in den kleinen Details, die dafür sorgen, dass dich in der Zeit vor dem Rennen nichts stresst oder beunruhigt.
- Kleines Handtuch – Zum Auslegen auf den Boden in der Wechselzone. Ideal, um die Füße schnell abzutrocknen und abzuwischen, bevor du die Laufschuhe anziehst und die Laufstrecke in Angriff nimmst
- Isolierband – Hauptsächlich, um Gels an dein Oberrohr zu kleben
- Gummibänder – Damit bleiben deine Triathlon-Schuhe beim „Flying Mount“ in der richtigen Position
- Wettkampflizenz/Ausweis
- Startnummernband
- Locher – Der kann echt praktisch sein. In 4 von 5 Fällen sind die Startnummern bereits mit Löchern versehen, um sie am Startnummernband zu befestigen. Aber in dem einen Fall, in dem das nicht so ist, erspart dir das die riesige Mühe, mit deinen alles andere als runden Hausschlüsseln vier passend runde Löcher hinzubasteln
- Sonnencreme
- Talkumpuder – Nasse Füße + Schuhe = Blasen. Das ist einfache Mathematik. Das stets zuverlässige Wundermittel in den Schuhen ist ein absolutes Muss in der Ausrüstungstasche.
- Babyöl – Das kann für Gesprächsstoff sorgen, da viele Sportler darauf verzichten. Es hängt sehr stark von der Wahl deines Neoprenanzugs ab und davon, ob er dir gut passt. Wenn du es ziemlich schwierig findest, schnell in deinen Neoprenanzug hinein- und wieder herauszukommen, kann ein Spritzer Babyöl auf die Handgelenke und Knöchel unter deinem Neoprenanzug wirklich helfen, ihn im Handumdrehen auszuziehen. Sei aber vorsichtig, denn es kann das Neopren deines Anzugs angreifen – wasche es also unbedingt nach dem Rennen ab!
- Plastiktüten – Damit kannst du vor dem Rennen leichter in deinen Neoprenanzug schlüpfen und danach deine feuchte Ausrüstung darin verstauen
- Schutz vor Scheuerstellen
- Schläuche
- Multitool
- Standpumpe – Obwohl es in der Wechselzone meist jede Menge erfahrene Veteranen gibt, die dir gerne ihre leihen. Bestechungsgeschenke in Form von Haribo erweisen sich oft als erfolgreich.
- Medikamente
- Warme Kleidung für nach dem Rennen
- Triathlon-Uhr/Fahrradcomputer
- Stift
Wenn du daran denkst, alles von dieser Liste einzupacken, bist du startklar. Viel Erfolg!

Geschrieben von Tom Openshaw