Tipps zum Triathlon-Renntag von Olympiamedaillengewinnerin Vicky Holland
Von Triathlon-Erfahrungen bis hin zu Tipps für den Wettkampftag
Ich bin Vicky Holland und habe an drei Olympischen Spielen und zwei Commonwealth Games teilgenommen. Dabei habe ich bei den Commonwealth Games Gold-, Silber- und Bronzemedaillen gewonnen und bei den Olympischen Spielen in Rio Bronze geholt. Außerdem war ich 2018 Weltmeisterin.
Das alles soll nur heißen: Wenn es um Triathlon geht, halte ich mich für eine kleine Expertin! Hier sind also meine besten Tipps für den Triathlon-Wettkampftag.
Plane deinen Tag
Plane deinen Tag schon am Vorabend.
Ich schreibe mir immer einen Zeitplan mit allem, was ich am Wettkampftag erledigen muss – angefangen bei der Uhrzeit, zu der mein Wecker klingelt, und wann ich frühstücke, bis hin dazu, wann ich das Haus bzw. das Hotel verlassen muss, wann ich mein Rad in die Ständer stellen, mit dem Aufwärmen beginnen und startbereit am Start sein möchte.
Normalerweise mache ich das in einer Notiz auf meinem Handy, damit ich den ganzen Vormittag über immer wieder darauf schauen kann, wenn ich nervös bin und nicht mehr weiß, was ich als Nächstes tun soll! Im Zweifelsfall plan lieber etwas mehr Zeit ein. Es ist besser, hier und da 5 Minuten Zeit übrig zu haben, als in Eile zu sein.
Schreib deine Ziele auf
Schreib deine Ziele in den Tagen vor dem Rennen auf.
Wenn möglich, setze dir eher Prozessziele als Ergebnisziele. Anstatt also zu sagen „Mein Ziel ist es, zu gewinnen“, könnte ein Prozessziel lauten: „Ich will ins Ziel kommen, ohne auch nur einen Rest Kraft übrig zu haben.“ Oder es könnte darum gehen, beim Schwimmen ruhig zu bleiben, wenn es etwas unruhig wird, beim Radfahren streng auf dein Tempo zu achten oder in regelmäßigen Abständen Energie zu tanken.
Das sind die Dinge, die du im Rennen kontrollieren kannst, und wenn du sie aufschreibst, fällt es dir leichter, dich im Moment des Rennens daran zu erinnern, anstatt alles zu vergessen, was du eigentlich tun solltest, wenn das Adrenalin durch deine Adern strömt. Es ist auch toll, nach dem Rennen auf diese Ziele zurückblicken zu können und zu sehen, ob du sie erreicht hast.
Manchmal kann ein Rennen, das sich zunächst enttäuschend angefühlt hat, zu etwas werden, worüber du dich freuen und auf das du stolz sein kannst, wenn du feststellst, dass du alle oder die meisten deiner Prozessziele erreicht hast.
Schmier dich ein!
Balsam gegen Scheuerstellen!
Leider ist Triathlon nicht immer der glamouröseste Sport, und das Letzte, was du willst, sind Scheuerstellen und Reibungsverletzungen – daher empfehle ich dir wärmstens, etwas zu verwenden, um das zu vermeiden.
Scheuerstellen sind nicht nur während des Rennens schmerzhaft und störend, sondern können auch noch Tage danach Probleme bereiten.
Denk daran, dass du das aus Spaß machst
Versuch, Spaß dabei zu haben!
Es mag vielleicht einschüchternd und nervenaufreibend sein, aber wenn du keinen Spaß daran hast, was bringt es dann? Es soll wirklich Spaß machen.
Selbst wenn dein Hauptziel der Stolz und die Zufriedenheit ist, eine große körperliche Herausforderung zu meistern, solltest du trotzdem die spaßigen Aspekte genießen können.
Toilettenpapier
Bring Toilettenpapier mit.
Was habe ich noch mal gesagt, dass Triathlon nicht gerade glamourös ist? Oft gibt es an den Wettkampfstätten keine richtigen Toiletten mit Wasseranschluss, und die provisorischen Toiletten sind dafür berüchtigt, dass ihnen das Toilettenpapier ausgeht – deshalb rate ich dir immer, dein eigenes mitzubringen!