Sicherheitstipps zum Schwimmen im offenen Wasser für Anfänger und erfahrene Schwimmer
Das Freiwasserschwimmen kann ziemlich einschüchternd wirken, egal ob du schon seit Jahren schwimmst oder gerade erst anfängst.
Vielleicht machst du gerade das Training für deinen ersten Triathlon und die Schwimmstrecke ist der Teil, vor dem du insgeheim Angst hast. Oder vielleicht bist du ein Gelegenheitsschwimmer, der mehr Zeit in Seen und im Meer verbringen möchte, aber nicht weiß, wo er anfangen soll.
Von nervösen Anfängern bis hin zu erfahrenen Profis – hier sind ein paar solide Sicherheitstipps fürs Schwimmen, die den entscheidenden Unterschied machen können, damit du dich da draußen sicher, ruhig und souverän fühlst.
Sicherheit beim Schwimmen sollte ganz oben auf deiner Prioritätenliste stehen, damit du in unvorhersehbaren Gewässern und unter ungewohnten Bedingungen sicher bist.
Nutze nach Möglichkeit ausgewiesene Freiwasserbereiche
Wenn du zum ersten Mal zum Freiwasserschwimmen aufbrichst, such dir nicht einfach einen beliebigen See aus und springe hinein. Nimm dir etwas Zeit, um die Gegend kennenzulernen.
Idealerweise suchst du dir einen offiziellen Ort zum Freiwasserschwimmen aus – einen Ort, der für sicheres Freiwasserschwimmen bekannt ist und über die richtige Infrastruktur verfügt. An solchen Orten sind oft Sicherheitskajaks und Rettungsschwimmer im Einsatz, was besonders für Anfänger einen großen Unterschied macht.
Sie sind nicht nur da, um die Schwimmer im Auge zu behalten, falls etwas schiefgeht, sondern auch eine hervorragende Anlaufstelle für Anfänger. An den meisten Orten bekommst du bei deiner Ankunft eine kurze Einweisung oder ein Sicherheitsbriefing.
Das ist eine tolle Möglichkeit, die Grundlagen aufzufrischen – zum Beispiel, wo die Ein- und Ausstiegsstellen sind, wie man Markierungen erkennt, was man tun soll, wenn man sich überfordert fühlt, und wie man um Hilfe winkt.
In einer kontrollierten, gut organisierten Umgebung kannst du dich ganz auf das Schwimmen konzentrieren, anstatt dir Gedanken über Strömungen, Bootsverkehr oder die Frage zu machen, ob überhaupt jemand bemerkt, wenn du mitten im Schwimmzug innehältst.
Bereite dich auf kaltes Wasser vor (auch im Sommer)
Das Schwimmen in kaltem Wasser liegt nach wie vor im Trend, und wenn du es erst einmal ein paar Mal ausprobiert hast, verstehst du schnell, warum. Es ist belebend, macht fast schon süchtig, und danach fühlst du dich großartig. Aber wenn du noch neu im Freiwasserschwimmen bist, hier ist die Wahrheit: Freiwasser ist immer kälter, als du erwartest.
Selbst im Sommer erwärmen sich Seen und das Meer nicht so wie ein Schwimmbad. Und in den kälteren Monaten? Da kann es sich regelrecht eiskalt anfühlen. Dieser erste Schreck, wenn du ins Wasser steigst? Völlig normal. Aber genau deshalb musst du vorbereitet sein.
Wenn du jemand bist, der schnell friert (wie die meisten von uns), macht die richtige Ausrüstung den entscheidenden Unterschied.
Ein guter Neoprenanzug hilft dir, deinen Körperkern warm zu halten und über Wasser zu bleiben, und wenn du vorhast, länger als nur kurz im Wasser zu bleiben, lohnt es sich, auch in Neoprenhandschuhe, -stiefel und eine Mütze zu investieren.
Es ist auch völlig okay, es langsam anzugehen. Schwimmen im kalten Wasser ist anfangs ein kleiner Schock, und das gehört zur Herausforderung dazu. Nimm dir Zeit, bleib am Anfang nicht zu lange drin und höre immer auf deinen Körper.
Sei im Wasser gut sichtbar
Eines der einfachsten, aber wichtigsten Dinge, die du beim Freiwasserschwimmen tun kannst, ist, dafür zu sorgen, dass du gut sichtbar bist.
Anders als im Schwimmbad, wo Rettungsschwimmer direkt vor Ort sind und das Wasser kristallklar ist, kann es im Freiwasser geschäftig, trüb und unvorhersehbar zugehen. Für die Sicherheit beim Freiwasserschwimmen ist das Tragen einer leuchtend bunten Badekappe ein Muss – sie hilft Rettungsschwimmern, Kajakfahrern und anderen Schwimmern, dich leicht zu erkennen, besonders bei Wellengang oder schlechten Lichtverhältnissen.
Aber belass es nicht dabei. Wenn du wirklich auf Nummer sicher gehen willst (und dir selbst etwas Seelenfrieden gönnen möchtest), ist die Verwendung einer Schwimmboje eine geniale Idee. Diese bunten, leichten, aufblasbaren Schwimmbojen werden an deiner Taille befestigt und ziehen hinter dir her, ohne deinen Schwimmstil zu beeinträchtigen.
An vielen Orten, an denen beim Freiwasserschwimmen geschwommen wird, sind sie oft vorgeschrieben … Sie machen dich nicht nur aus der Ferne besser sichtbar, sondern du kannst dich auch daran festhalten und dich treiben lassen, wenn du mal anhalten und verschnaufen musst.
Gewöhne dich an das Wasser und konzentriere dich auf die Atmung
Du musst nicht gleich direkt ins Freiwasser springen!
Geh immer langsam ins Wasser, um deinem Körper die Chance zu geben, sich anzupassen. Spritz dir am besten Gesicht und Körper nass, um dich an die Wassertemperatur zu gewöhnen. Das ist meist ein kleiner Schock (wie oben erwähnt, kann Freiwasser sogar im Sommer kalt sein!), aber wenn du dich darauf konzentrierst, deine Atmung mit ein paar tiefen Atemzügen zu kontrollieren, wirst du dich im Handumdrehen wohlfühlen.
Wenn du einen Neoprenanzug trägst, klingt es zwar kontraproduktiv, aber du solltest ihn tatsächlich am Kragen nach unten ziehen und etwas Wasser in den Anzug laufen lassen.
Das ist zwar nie angenehm, da es kalt ist, aber genau diese Wasserschicht hilft dir später dabei, warm zu bleiben.
Mach so oft Pause, wie du brauchst
Hab keine Angst, irgendeinen Schwimmstil zu verwenden, der dir hilft, ruhig zu bleiben und deine Atmung zu entspannen.
Du kannst auch so oft anhalten, wie du willst!
Wenn du zum ersten Mal einen Neoprenanzug trägst, wirst du überrascht sein, wie viel Auftrieb er bietet, wenn du dich einfach entspannst und deinen Körper wie einen Seestern im Wasser ausbreitest.
Am besten beruhigst du dich, indem du dich auf den Rücken drehst, den Kopf so ins Wasser legst, dass dein Gesicht aus dem Wasser ragt, und die Hüften nach oben drückst – so bleibst du über Wasser!
Sicherheit kennt keine Pause
Informiere dich immer über das Wetter und die Gezeitenströmungen
Bevor du losziehst, nimm dir einen Moment Zeit, um die Wettervorhersage zu checken – und wenn du im Meer schwimmst, auch die Gezeitenströmungen. Wind, Regen und Gezeiten können die Wasserbedingungen schnell
verändern
Wisse, wo die Ein- und Ausstiegsstellen sind
Bevor du ins Wasser gehst, nimm dir einen Moment Zeit, um dich damit vertraut zu machen, wo du ins Wasser steigst und wieder herauskommst. Im Freiwasser sind Ausstiege nicht immer offensichtlich, besonders wenn du müde bist oder sich die Bedingungen ändern. Wenn du also deine Route im Voraus kennst, kannst du während des Schwimmens ruhig und selbstbewusst bleiben.
Schwimm mit jemandem zusammen!
Schwimme beim Freiwasserschwimmen immer mit einem Partner. In Gruppen zu schwimmen ist sicherer und macht immer mehr Spaß – wenn du ein ängstlicher Schwimmer bist, hilft es dir, mit Freunden zu lachen, um deine Nerven zu beruhigen!